Merian-Ausstellung im Museum Wiesbaden ab Mitte Januar 2017


Maria Sibylla Merian war eine der bedeutendsten Naturforscherinnen der Aufklärung und zudem eine Künstlerin, deren Werk bereits zu ihren Lebenszeiten viel Aufmerksamkeit und Respekt hervorrief.

 

Merians künstlerische Ausbildung erfolgte durch ihren Stiefvater Jacob Marrel, der ein Schüler des Stilllebenmalers Georg Flegel war. Berühmt wurde sie durch ihr Werk Metamorphosis insectorum Surinamensium und ihre sehr detailgetreuen Beobachtungen und Darstellungen zur Metamorphose der Schmetterlinge. Damit gilt sie als Wegbereiterin der modernen Insektenkunde. Merian beschäftigte sich schon als Kind oft und leidenschaftliche mit Tieren und Pflanzen, deren Organisation und Vorkommen sie faszinierten. Ihr künstlerisches Talent und das 17. Jahrhundert aufkommende Naturinteresse der gebildeten Kreise ebneten ihr den Weg, das Zeitalter der Entdeckungen und die beginnende Emanzipation des Bürgertums in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main und im liberalen Amsterdam schufen Merian Entfaltungsmöglichkeiten, die sie bestens zu nutzen wusste.

 

Merian war unter den ersten Forschern, die Insekten und ihre tatsächlichen Lebensumstände systematisch beobachteten und konnte zeigen, dass jede Schmetterlingsart als Raupe von einigen ausgesuchten Futterpflanzen abhängig ist und ihre Eier ausschließlich an diesen ablegt. Besonders ihr Buch „Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung“, das in deutscher Sprache erschien, trug dazu bei, weiteren Kreisen der Bevölkerung die Verwandlung von Raupen in ausgewachsene Schmetterlinge bekannter zu machen.

 

Die Sonderausstellung wird gezeigt anlässlich des 300. Todesjahres, auch in Amsterdam wird Merians durch Ausstellungen gedacht. Das Museum Wiesbaden verfügt über den wichtigsten Teil ihrer Schmetterlingssammlung, der in die private Kollektion des Bankiers Johann Christian Gerning (1745–1802) und dessen Sohn Johann Isaak von Gerning (1767–1837) in Frankfurt am Main gelante und mit dem später das Naturhistorische Museum Wiesbaden gegründet wurde. Die immer noch ansehnlichen Exemplare stehen auch heute noch den Wissenschaftlern des Museums als Referenzmaterial zur Verfügung.

 

Datum: vom 13. Januar 2017 bis zum 9. Juli 2017, Di+Do: 10-20 Uhr, Mi+Fr-So: 10-17 Uhr,

Ort: Museum Wiesbaden, Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden

Kosten: regulär 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre in Begleitung ihrer Eltern freier Eintritt

 

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Quelle: www.museum-wiesbaden.de


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