50 Jahre ESOC in Darmstadt: Das europäische Houston ist in Darmstadt

Das "European Space Operation Centre", das europäische Raumflugkontrollzentrum, hat sich auf unbemannte Satellitenmissionen spezialisiert. Seit seiner Einweihung im September 1967 hat die Esco 80 Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Umlauf gebracht.  Der erste Satellit startete im Mai 1968 und sollte kosmische und solare Strahlung erforschen.  "Damals waren die Rechner noch so groß, dass sie einen ganzen Saal gefüllt haben", sagt Rolf Densing (58), Esoc-Chef und Esa-Direktor für Missionsbetrieb. Die Rechner wurden nicht mit Tastaturen, sondern mit Lochkarten bedient. - Aktuell steuern die  Mitarbeiter des Esoc 17 Satelliten - so viele wie noch nie zuvor. Dabei geht es vor allem um Erdbeobachtung, Klimaschutz, die Erforschung fremder Himmelskörper und den Aufbau spezieller Satelliten-Konstellationen.


Der Stolz des Hauses ist die Mission "Rosetta": Dabei gelang den Mitarbeitern vor drei Jahren die spektakuläre Landung eines Mini-Labors auf dem Kometen 720 Millionen Kilometer entfernten "67P/Tschurjumow-Gerassimenko". Die Anreise hatte zehn Jahre gedauert, zwei Jahre begleitete die Sonde den Kometen und machte zehntausende Fotos. Im wesentlichen bestätigte sich das, was man über den Kometen theoretisch schon vorher wusste. Der eigentliche Triumph der Rosetta-Mission bestand in zwei technischen Meisterleistungen. Einer punktgenauen Navigation quer durchs Sonnensystem und der Funk.

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