Ausstellung BIER.MACHT.MÜNCHEN


Seit wann die Menschen Bier brauen, ist nicht bekannt. Seit wann die deutschen Brauer sich an gewisse Regeln bei der Herstellung des beliebten Gerstensaftes halten müssen, dagegen schon: Seit genau 500 Jahren.

 

Denn seit dem Jahr 1516 gilt es, das Reinheitsgebot. Es wird auch als ältestes bekanntes und zudem heute noch gültiges Verbraucherschutzgesetz der Welt angesehen und regelt, welche Zutaten ins Bier dürfen und welche so wie die in früheren Zeiten zur Verbesserung von Geschmack, Aussehen und Wirkung gern verwendeten Zutaten Binsenkraut, Stechapfel, Späne, Wurzeln, Ruß oder Pech ebne besser nicht. Wie die Webseite www.reinheitsgebot.de weiß, wurde die Regelung erlassen, um die Qualität des Bieres, damals ein Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung, zu verbessern. Die Urfassung legte fest, dass Bier nur aus Wasser, Malz und Hopfen gebraut werden darf. Hefe wurde, weil ihre genaue Wirkungsweise im Brauprozess damals noch nicht bekannt war und sie anfangs nicht als Zutat angesehen wurde, später ausdrücklich hinzugefügt. Die drei essenziellen Ziele des Reinheitsgebotes waren die Menschen vor überzogenen Bierpreisen schützen, zweitens den Einsatz des für die Versorgung der Bevölkerung mit Brot bedeutsamen Brotgetreides Weizen zur Bierproduktion ausschließen und drittens die Zugabe solcher Zutaten verhindern, die dem Bier zwar eine gewisse Würze, Vollmundigkeit oder berauschende Wirkung verliehen, jedoch im Vergleich zu Hopfen und Malz minderwertig und oft sogar giftig waren.

 

Zum 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebotes in Bayern zeigt das Münchner Stadtmuseum noch bis zum 8. Januar 2017 die Ausstellung „BIER.MACHT.MÜNCHEN“. Die Schau, die mehr als über 700 Objekte vereint, berichtet Interessantes „zu einem der bedeutendsten Industriezweige“ der Stadt, thematisiert die Produktion und Konsum von Bier und legt dabei den Schwerpunkt auf die Entwicklung ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. In keiner anderen Großstadt scheint die Stadtgeschichte so eng mit der Bierkultur verwoben wie in München. Die Braukultur hatte in München formende und städtebauliche Auswirkungen, die Brauereien waren immer auch mit der städtischen Verwaltung verbunden, was die Ausstellung anhand der Braugerechtsamen des Mittelalters bis zu heutigen Gepflogenheiten moderner Politiker demonstriert. Auch München als globale Biermacht findet Platz in der Schau.

 

Die Sonderausstellung findet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München statt, wird unterstützt von der Edith-Haberland-Wagner Stiftung und dem Verein Münchner Brauereien und begleitet von einem umfassenden Rahmenprogramm mit wissenschaftlichen Vorträgen, Diskussionen und Bierfesten.

 

Datum: noch bis zum 8. Januar 2017
Ort: Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München
Details + Quelle: www.muenchner-stadtmuseum.de


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