Organspende: Mangel an Spenderorganen in Luxemburg


Eine Organspende ist nicht nur eine großzügige, kostenlose und anonyme Geste, sondern kann das Leben eines anderen Menschen verlängern, retten oder ihm eine neue Qualität verleihen. Um Organspender zu werden, bedarf es wenig. Eine Altersgrenze existiert dadür in Luxemburg nicht und ob sich die entnommenen Organe zur Transplantation eignen, wird vorab penibel überprüft, um Abstoßungsreaktionen und Infketionen zu vermeiden.

 

Und selbstverständlich gelten auch für die Entnahme von Spenderorganen bei klinisch Toten strenge Richtlinien, sodass kein Luxemburger befürchten muss, dass vor seinem Ableben Organe entnommen werden könnten. Allerdings wächst der Bedarf an Spenderorganen schneller, als die Bereitschaft, selbst Spender zu sein. Unter den vielen Männern, Frauen und Kindern, die derzeit eine Organspende benötigen, um weiterleben zu können, sind viele, bei denen unabhängig von der Erkrankung eine Organspende die einzige Rettung ist. Im vergangenen Jahr standen auf der Warteliste von Eurotransplant, der zentralen europäischen  Spenderorgankoordinierungsstelle, etwa 15.000 Patienten. In Luxemburg sind es jährlich etwa 65 Personen, die auf ein Spenderorgan warten. In den letzten Jahren war die Zahl der Organspender deutlich rückläufig: 2 Organspender in 2016, 5 im Jahr 2015, 8 im Jahr 2013 und 9 im Jahr 2008 ist Luxemburg eines der Länder mit den wenigsten Spendern bei Eurotransplant.

 

Um die Bevölkerung auf den Organmangel aufmerksam zu machen und für eine größere Spenderbereitschaft zu werben, hat das Ministerium für Gesundheit seine neue Kampagne „Ich bin Organspender, und Sie?“ ins Leben gerufen. Unter der Adresse www.dondorganes.lu finden Interessierte Antworten auf alle Fragen im Zusammenhang mit Organspenden und die Informationsbroschüre und den Organspendeausweis (passeport de vie) im Scheckkartenformat, auf dem der Inhaber seine Entscheidung zur Organspende vermerken kann. Dieser Organspendeausweis macht für jeden Ersthelfer deutlich, ob jemand Organe spenden will oder nicht. Und das auf einen Blick, denn um nach dem Tod eines Menschen eines seiner Organe transplantieren zu können, muss es schnell gehen. Eine deutliche Entscheidung nimmt zudem auch eine schwere emotionale Last von den Schultern der Angehörigen, gerade wenn der Tod unerwartet eintritt und beschleunigt ganz erheblich das Verfahren, das einem wartenden Patienten das Leben retten kann. Der Ausweis wird idealerweise immer beim Personalausweis getragen, denn dort schauen Rettungskräfte bei plötzlichen Todesfällen zuerst nach.

 

Das Ministerium für Gesundheit geht auch moderne Wege und eine App für iPhone und Android namens „Passeport de vie“ entwickelt, mit der sich die Entscheidung in nur wenigen Klicks den Angehörigen vertraulich mitteilen lässt. Und man kann die Entscheidung in den sozialen Netzwerken sharen, um auch andere zu ermutigen, Organspender zu werden.

 

Das ecos office center luxemburg wünscht der Organspendekampagne viel Erfolg und unterstützt auch Sie mit dem ecos-Telefonservice gern bei Ihrem Business!

 

Quelle: www.luxembourg.public.lu


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