Reklamekunst aus Hannover - Sonderausstellung im Museum August Kestner


Die Sonderausstellung „Reklamekunst aus Hannover“ zeigt, mit welch plakativen Strategien bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Markenprodukte beworben wurden. Damals wurden Markenartikel bei den Verbrauchern modern, denn mit dem immer stärkeren Wachstum der großen Städte und der zunehmenden Massenproduktion von Gebrauchsgegenständen verloren die bis dahin alltäglichen persönlichen Beziehungen zwischen Hersteller und Konsument an Gewicht.

 

Die Ausstellung zeigt Vermarktungsstrategien für Artikel "made in Hannover", denn gerade hier waren bereits damals kreative unhd pfiffige Köpfe ansässig, die mit neuen und ungewöhnlichen Ideen den Absatz von bekannten und beliebten Produkten förderten. Dazu zählten neben dem Leibniz-Keks von Bahlsen auch die India-Pralinen von Sprengel und die Pelikan-Füller sowie die hochmodernen Luftreifen von Excelsior und Continental. Etliche Hannoveraner Firmen beauftragten für ihre Produkt-, Verpackungs- und Werbegestaltung namhafte Künstler wie El Lissitzky, Kurt Schwitters und Ludwig Hohlwein. Denn nicht nur verkäuferische Absicht umzusetzen, sondern auch ein hohes Maß an asthetischer und künstlerischer Gestaltung waren damals das Ziel vieler Unternehmen. Denn schon damals wusste man, dass sich mit hochwertigen und besonderen Reklamemaßnahmen nicht nur das eigene Produkt von denen der Konkurrenten abgrenzen, sondern auch das Schönheitsempfinden der Verbraucher ansprechen lässt.

 

Die Sonderausstellung zeigt, wie die Werbung im Spagat zwischen ihrem Auftrag, gezielte Produktreklame zu machen und dem Bedürfnis, Kunst zu schaffen zwischen Jugenstil und Pop Art jonglierte und dies, das zeigen zahlreiche begeisterte Sammler solcher Exponate, durchaus erfolgreich. Die Schau würdigt die zahlreichen engagierten Firmeninhaber, die sich neben ihrem wirtschaftlichen Kalkül, Weitblick und Unternehmergeist auch durch ihre besondere Affinität zu Kunst und Kultur auszeichneten, so zum Beispiel Hermann Bahlsen, der Begründer der bekannten Keksfabrik, Fritz Beindorff, der Inhaber der Pelikanwerke und Heinz Appel, der Leiter des Feinkostunternehmens. Sie alle wussten früh um die Bedeutung von einprägsam und künstlerisch gestalteter Reklame und die zahlreichen Plakate in der Ausstellung belegen, dass sie mit ihrem Fokus auf das Bild, weg von textlastigen Anzeigen den richtigen Weg einschlugen.

 

Datum: noch bis zum 29. Januar 2017, dienstags, donnerstags bis sonntags: 11-18 Uhr, mittwochs: 11-20 Uhr

Ort: Museaum August Kestner, Trammplatz 3, Hannover

Kosten: Erwachsene 5 Euro, Kinder 6 bis 17 Jahre 3 Euro, Kinder bis 5 Jahre kostenlos

 

Das ecos office center hannover wünscht Ihnen eine anregende Ausstellung und unterstützt auch Sie mit modernen Konferenzräumen gern dabei, Ihr Business ins beste Licht zu rücken!

 

Quelle: www.hannover.de


Zurück zur Übersicht