Frankfurt wagt Wildnis


Ende August war es soweit: Das Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ wurde in Frankfurt gestartet. Damit ist die Mainmetropole eine von drei Städten in ganz Deutschland, die für das Bundesprogramm Biologische Vielfalt ausgewählt wurde.

 

Die anderen beiden Modellstädte sind Dessau-Roßlau und Hannover, wobei sich alle drei teilnehmenden Ortschaften in ihrer Bevölkerungsentwicklung sehr stark unterscheiden: In Frankfurt wächst die Bevölkerung schnell, in Dessau nimmt sie stark ab, während in Hannover schrumpfende und wachsende Stadtteile nebeneinander existieren. In allen drei Städten geht es um das Ausweiten, Aufwerten oder Sichern von Stadtgrün. Das Projekt unterstützt so das Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, die Durchgrünung von Siedlungen bis 2020 zu erhöhen.

 

Und das eben mit möglichst viel „Wildnis“, denn Parks und Gärten sowie andere von Menschen gemachte Grünanlagen gibt es ja durchaus bereits in allen drei Städten. Wildnis in der Stadt klingt nach einem Gegensatz, muss aber vielleicht keiner sein. Der grundlegende Ansatz ist dieser: Über einen Zeitraum von fünf Jahren stellen die Städte Dessau-Roßlau, Frankfurt und Hannover Flächen bereit, auf denen der Mensch so wenig wie möglich aber so viel wie nötig eingreifen soll. Pflanzen, Tiere und Lebensräume, die in Folge des hohen Nutzungsdrucks und der Grünflächenpflege in Städten oft einen schweren Stand haben, dürfen sich hier künftig frei entwickeln. Thomas Hartmanshenn vom Umweltamt der Stadt Frankfurt und Leiter des Verbundprojektes meint: „Nicht bei allen ruft der Begriff ‚Wildnis‘ positive Assoziationen hervor. Im Gegenteil: Oft wird sie mit Chaos, Unordnung oder sogar Gefahr in Verbindung gebracht.“

 

„Ein primäres Ziel unseres Projektes ist es daher, den Blickwinkel in der Stadtbevölkerung zu verändern und für kulturelle, ökologische und ökonomische Zusammenhänge zu sensibilisieren“, so Heino Kamieth (Stadt Hannover). Wildnis in der Stadt – Rückzugs(t)räume für Natur und Mensch. Oasen für das von Urbanisierung geplagte Auge, Ohr und Gemüt. Nach Ablauf der Projektzeit in den drei ausgewählten, sehr unterschiedlichen Stadtstrukturen sollen die gewonnenen Erkenntnisse anderen Städten als Grundlage dienen, selbst den Schritt zu mehr „Wildnis“ zu wagen.
 

„Städte wagen Wildnis“ ist ein Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt, gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Bau- und Reaktorsicherheit. 

 

Details + Quelle: www.frankfurt.de

 

 

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